Auf die folgenden Versicherungen sollten Ingenieure, die selbstständig oder freiberuflich arbeiten, nicht verzichten. Ingenieure konzipieren, konstruieren und beraten: Doch egal, wo der Schwerpunkt liegt, in der Selbstständigkeit geht es nicht ohne Absicherung. Und die fängt erst bei der Privaten Krankenversicherung an. Weiteres „must have“ ist insbesondere die Betriebs- bzw. Berufshaftpflicht, auch, wenn diese nicht obligatorisch und nur fakultativ sein sollte.

1. Berufshaftpflicht / Betriebshaftpflicht

Bei manchen Berufen wie Architekten oder Anwälten ist eine Berufshaftpflicht vorgeschrieben. Im Sicherheitsgewerbe ist eine Betriebshaftpflicht obligatorisch. Doch auch für Ingenieure im Bauwesen und beratende Ingenieure kann die Berufshaftpflicht eine Pflichtversicherung sein. Über die genauen Anforderungen geben in der Regel die für die Niederlassung zuständigen Ingenieurskammern Auskunft.

Jedoch stellen die gesetzlichen Anforderungen immer wieder nur ein Mindestsicherungsmaß dar. Vielfach sind umfangreichere und nur kaum teurere Absicherungen möglich. Hier helfen eine gute Beratung durch einen Makler und ein Preisvergleich für Berufshaftpflichttarife, der günstige Angebote zu Tage fördert.

Tipp:
Auch wenn die Berufs- und Betriebshaftpflicht für die eigene Profession keine Pflichtversicherung ist, ist es sinnvoll, eine solche Versicherung abzuschließen. Dies bestätigen in der Regel auch die Ingenieurs- und Handwerkskammern. Mit der Haftpflichtversicherung für Ingenieure werden eine Reihe von existenzgefährdenden Risiken abgesichert, die mancher Ingenieur vielleicht auf den ersten Blick nicht vermutet. Rufen Sie uns an. Gerne nennen wir Ihnen individuelle Beispiele für Ihre persönliche Risikoabsicherung.

2. Elektronikversicherung

Heute ist es üblich, dass Ingenieure mit teurem Equipment arbeiten. Das schließt einen hochwertigen Workstation-Laptop ebenso mit ein wie Spezialtechnik zum Messen, Prüfen und Überwachen. Schäden durch Unfälle können an diesen ebenso wie ein Diebstahl des Geräts unangenehme Kosten verursachen. Durch eine Elektronikversicherung lassen sich viele dieser Investitionsgüter absichern. Eine Überlegung, die nicht nur für Einsteiger Sinn machen kann.

Tipp:
Nutzen Sie beispielsweise als Architekt, Bauingenieur oder Agrar- bzw. Geoingenieur Flugdrohnen, benötigen Sie in der Regel auch eine Drohnenversicherung. Manche Anbieter haben für bestimmte Berufszweige die Drohnenversicherung auch schon in der Berufsversicherung integriert.

Es ist ratsam, die Verträge aufeinander abzustimmen, um Deckungslücken zu vermeiden. Dies ist im Wirrwar der Versicherungsbedingungen nicht immer leicht. Scheuen Sie sich nicht, professionelle Hilfe durch einen Versicherungsmakler zu nutzen. Er hilft Ihnen mit Erfahrung und Expertise das Risiko für Unterversicherungen und Deckungslücken zu vermeiden, ohne dass Sie dafür unnötig tief in die Tasche greifen müssen.

3. Gewerbliche Rechtsschutzversicherung

Zwar bietet die Berufshaftpflicht durch die Abwehr unberechtigter Forderungen für den Versicherungsnehmer einen passiven Rechtsschutz, doch bei diversen Streitigkeiten - beispielsweise im Steuerrecht oder im Bereich der Ordnungswidrigkeiten - bietet die Haftpflicht in der Regel keinen Schutz. Dabei sind der Vorwurf, beispielsweise Bauvorschriften nicht eingehalten zu haben, oder Streitigkeiten um die Gewerbesteuererklärung nicht selten.

Eine gute Rechtsschutzversicherung hilft diesbezüglich, ruhiger schlafen zu können. Doch Obacht, die Versicherungsbedingungen können von Tarif zu Tarif unterschiedlich sein. Es ist ratsam, darauf zu achten, dass diese Straf- und Ordnungswidrigkeitenrechtsschutz insbesondere das Steuerrecht umfasst. Zudem ist ein Einschluss des Arbeitsrechts sinnvoll, wenn der Ingenieur Angestellte beschäftigt. Da es oft im Versicherungsfall auch rechtliche Verflechtungen zwischen Gewerbe und Privatperson gibt, sollte auch eine Privathaftpflicht abgeschlossen werden.

4. Bürohaftpflicht

Diese Versicherung wird oftmals übersehen. Dabei sichert die Berufshaftpflicht nur Vermögens- und Vermögensfolgeschäden. Was sie nicht absichert, sind Personenschäden, die beispielsweise entstehen, wenn ein Kunde in Ihrem Büro auf dem frisch gewischten und unzureichend gesicherten Boden ausrutscht oder über ein ungünstig gelegtes Kabel stolpert und sich dabei verletzt.

5. Private Krankenversicherung

Mit der Privaten Krankenversicherung (PKV) sichern selbstständige Ingenieure die eigene Gesundheitsversorgung ab. Die Krankenversicherung ist heute in Deutschland nicht nur freiwillig, sie ist praktisch gesehen eine Verpflichtung. Gegenüber der gesetzlichen Versicherung besticht die private Krankenkasse durch individuell gestaltete Tarife. Gehobene Leistungen können hier bei Abschluss nach eigenen Vorstellungen gleich mitversichert werden.

Zudem gibt es keinen gesundheitspolitischen Rotstift. Leistungen, die bei Vertragsabschluss vereinbart wurden, werden in der PKV nicht einfach so durch Änderungen des Leistungskataloges von der Gesundheitspolitik geändert, wie dies aus der gesetzlichen Krankenversicherung bekannt ist.

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